Editorial – Herbst 2015

Nachsommer und ‘’Herbstblond’’

Herbstblond ist ein neu geprägtes Wort und der Titel von Thomas Gottschalks Memoiren. Der Show-Master, ursprünglich Deutschlehrer, stammt aus Kulmbach / bei Bayreuth. In seinem Schloβ am Rhein war er noch blond gelockt, heute lebt er, inzwischen herbstblond geworden, in Malibu bei Los Angeles. Dort zählt man 250 Sonnentage im Jahr.
Das fast weiβe Lockenhaar fällt bei Auftritten in Deutschland ab und zu goldblond von den Schultern. Die Geburtstagsparty zum 65. Geburtstag stieg bei dem TV-Sender RTL, Mitte Mai. Kann man den Sommer verlängern und den Herbst festhalten? – Mit Humor vielleicht; ansonsten wird es schwierig. Der nächste Winter kommt bestimmt; wir brauchen auch ihn. Das Rezept des Entertainers: nicht grübeln was gestern und vorgestern war oder denken was übermorgen sein könnte, sondern heute den Tag fröhlich ausschöpfen!

Mit den Zugvögeln kommen die Sommerfrischler aus dem Süden zurück, ihre Gärten sind vereinsamt, abgeerntet. Ein paar Büsche Herbstblumen blühen unbeachtet vor sich hin. Wir danken Gott, wenn wir wieder gesund zu Hause angekommen sind, in unserem Winterquartier, d.h. der Stadtwohnung oder wir sind dankbar, wenn unser Balkonplatz von Engelsfügeln geschützt war. Eigentlich erwarten wir gute Nachrichten im Fernsehprogramm; inşallah hat sich die böse Welt gebessert. Wir werden es sehen!

Unsere ‘Brücke’ steht noch, beleuchtet oder unbeleuchtet, in der Herbstsonne, im Nebel oder Regen.

Laβt uns gemeinsam die ‘Brücke’ festigen, ab und zu feiern, fröhlich unsere Arbeit weitermachen!

Schöne Nachsommertage!

Doris Donbaz
für das BRÜCKE-Team

 

Dieser Herbst zeigt ein neues Gesicht!

Den Weg unserer Zugvögel, z.B. der Störche in das Winterquartier im Süden, kreuzen nun – in der Gegenrichtung – Heere von Flüchtlingen, zu Wasser und zu Lande. Die Menschen, aus dem Orient und dem Balkan stammend, wollen nach Nordwest-Europa, möglichst nach Deutschland, dem vielgelobten Land.
Hilfe tut Not – aber wo, von wem, wie und wieviel??
Manche Leute sehen die EU wanken, wie während eines Erdbebens.
Deutschland selbst hat eine weitere Erschütterung zu verkraften, den VW-Skandal, Abgaswerte-Fälschung bei Dieselfahrzeugen. Masslose Gewinnsucht auf Kosten der Gesundheit vieler Menschen und als Spiel mit dem Brot ehrlicher Beschäftigter! Diese Untaten werden nicht ungestraft bleiben, hier oder im Jenseits.
Zwei Bilder leuchten immer wieder in meinem Gedächtnis auf. Das Zeitungsfoto des kleinen, ertrunkenen Flüchtlingsjungen Aylan aus Syrien am Strand bei Bodrum und das Andersen-Märchenbuchbild des erfrierenden kleinen Mädchens mit den Schwefelhölzern in Dänemark.

 Ist DAS unsere Welt?

 

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