Istanbul Marathon – mehr als ein sportlicher Wettkampf

Zum 37. Mal wurde der einzige Marathon-Lauf der Welt, der über zwei Kontinente führt, am Sonntag, 15.11.2015 erfolgreich durchgeführt. Die Stadt ist dann im Zentrum großräumig für den üblichen Verkehr abgesperrt. Das mag den Verkehr in den anderen Stadtteilen noch zusätzlich zum üblichen Chaos belasten, für die Besucher des Istanbul Marathons aber ist es eine große Freude.

Nachdem in wenigen Minuten die Teilnehmer des Marathonlaufes um 9 Uhr früh die Erste Bosporus Brücke überquert haben, wird diese frei gegeben für alle weiteren Läufer kürzerer Distanzen sowie für alle Besucher der Veranstaltung. Dort wo sich tagtäglich die Blechlawinen von einem Kontinent zum anderen entlang wälzen, herrscht plötzlich Volksfeststimmung. Mit Kind und Kegel läuft alles was sich irgendwie bewegen kann in beiden Richtungen hin und her und genießt die einzigartige Aussicht.

So wie auf der Ersten Brücke, ist auch im weiteren Verlauf der Marathon-Rennstrecke der sportliche Wettkampf von untergeordneter Bedeutung. Wichtig für die Bürger dieser Stadt ist an diesem Tag nur eines: der tägliche Verkehrsmoloch ist zum Innehalten verdammt und überall auf der Rennstrecke gehören die Straßen einmal nicht den Abgaswolken der Autos, sondern den Menschen, die sich frei bewegen und die einzigartige Atmosphäre genießen können.

Zu guter letzt soll dennoch nicht verschwiegen werden, dass auch in diesen Jahr wieder die Läufer aus Afrika zu den Siegern der Sportveranstaltung gehören. Bei den Männern hat Elias Kemboi Ehlimo aus Kenia in der Zeit von 2 Stunden, 11 Minuten und 17 Sekunden gewonnen, während bei den Frauen die Äthiopierin Amane Gobene in der Zeit von 2:31:58 als Erste ins Ziel kam.

Text und Foto: Annette Fleck

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