Leserbrief – doppelte Staatsangehörigkeit

Die Vorkommnisse der letzten Monate bezüglich der Schwierigkeiten bei der Ikametkah-Erteilung bzw. verlängerung, Behördengängen stimmen mich traurig, aber auch wütend. Die doppelte Staatsbürgerschaft ist eventuell ein Ausweg.

Ich vertrete jedoch die Ansicht, dass ich auch als “nur” Deutsche in der Türkei leben und zum Allgemeinwohl beitragen kann. Ich fühle mich in der Türkei in jeder Hinsicht assimiliert. Der Lebensmittelpunkt meiner Familie befindet sich in diesem Land.

Deshalb wünsche/fordere ich (mir) als Ehefrau eines türkischen Staatsbürgers und Mutter eines binationales Kindes (aufgrund der Geburt) für mich die gleichen Rechte wie sie umgekehrt in Deutschland für türkische Staatsbürger gelten, sozusagen eine “Green-Card für Ehepartner von TR-Bürgern”(entsprechend der Mavi Card für ehemalige Türken).

Zu diesen Rechten zählen für mich eine unbeschränkte Aufenthaltserlaubnis, eine Arbeitserlaubnis, das Recht auf Kontoeröffnung, Kreditkartenbesitz, Telefonanmeldung, Autoan-meldung, Unternehmensgründung, Immobilien-erwerb u.a.m. (selbstverständlich nach Erfüllung bestimmter Voraussetzungen).

Nach vielen Jahren meines Aufenthaltes und Mutter eines in der Türkei aufgewachsenen Kindes muss jedoch bei meinem Antrag auf Aufenthalts-verlängerung immer noch mein türkischer Ehemann beim Polizeipräsidium vorstellig werden. Probleme von verwitweten oder geschiedenen Antrag-stellern/Innen sind hinreichend bekannt.
Ich kann meinen Beruf nicht bzw. nur unter erschwerten Bedingungen ausüben. Ich fühle mich in vieler Hinsicht “entmündigt”.

Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf

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