Tagesauflug nach Iznik (Nizäa)

Nach langer Unterbrechung hat die Gemeinde St. Paul mal wieder eine kleine Gemeindefahrt organisiert. Auf Anregung von Frau Annemarie Medovic haben wir dieses Jahr klein beginnen wollen und einen Tagesausflug nach Iznik, dem historischen Nizäa begonnen. Etwa 25 Teilnehmer haben sich unter der professionellen Leitung von Herrn Arman Maşooğlu am Samstag, den 7. Juni 2014, mit dem Reisebus vom Deutschen Konsulat aus auf den Weg gemacht. Aus allen drei deutschsprachigen Gemeinden, aber auch darüber hinaus, haben sich Interessierte diesem Ausflug angeschlossen und die bunte Gruppe setzte sich nicht nur aus den Kerngemeinden zusammen.

Nach einer einstündigen Busfahrt erreichten wir die Schiffsanlegestelle von Eskihisar, in der Nähe von Darica, von wo wir mit der Fähre nach Topçular gelangten. An Yalova vorbei, Richtung Orhangazi, fuhren wir entlang der Nordküste des Iznik-Sees nach Iznik, dem historischen Nizäa (Nicaea). Dabei hat uns Herr Maşooğlu, unser Reiseführer, ausführlich über die Geschichte der Region und der Konzilien berichtet. Schließlich ist Nizäa in der Geschichte des Christentums als Konzilstadt von großer Bedeutung, denn dort haben das erste und siebte ökumenische Konzil stattgefunden.

In der Stadt Iznik selber besichtigten wir die Ruinen der römisch-byzantinischen Siedlung, historische Bauten, die geschichtsträchtigen Stadttore, also das Istanbul-, das Lefke- und das Yenişehir-Tor. Etwas außerhalb des Zentrums besuchten wir das historische Aquädukt. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten waren die Hagia So-phia von Iznik, die Ruine der Kirche des Entschlafens Marias, die Ruinen der beiden Kirchen des Hl. Tryphon, das Bouleterion (Senatspalast) und die Anlage der historischen Kachelmanufaktur. Unmittelbar daneben befin-den sich die heutigen Manufakturen und Ausstellungsräume der schon aus osmanischer Zeit bekannten und geschätzten Iznik-Kacheln. Aus seldschukisch-osmanischer Zeit stammen die Grüne Moschee und die Medrese (Religionschule) von Süleyman Pascha.

Das Museum von Iznik konnte aufgrund umfassender Restaurationsarbeiten nur von außen besichtigt werden. Ebenfalls nur von außen sahen wir das griechisch-römische Theater, da auf dem Gelände momentan neue Ausgrabungen durchgeführt werden. Um die Mittagszeit machten wir selbstverständlich am malerischen Iznik-See eine Pause und später hatte jeder auch etwas freie Zeit im Zentrum der Stadt zur Verfügung.

Spät nachmittags fuhren wir wieder in Richtung Istanbul, dieses Mal entlang der Südküste des Sees, vorbei an kleinen Siedlungen mit vereinzelten, interessanten, alten Fachwerkhäusern. Weiter ging es dann wieder mit der Fähre von Topçular nach Eskihisar und gegen Abend erreichten wir Istanbul. Die Resonanz dieser Reise war sehr positiv und die Gemeinde St. Paul plant schon die nächste Fahrt.

 

Pater Christian Rolke C.M.
aus dem Gemeinebrief August/September 2014

 

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